Tierpsychosomatik

Dass die Seele (Psyche) und der Körper (Soma) untrennbar miteinander verbunden sind, ist in der Humanmedizin schon lange bekannt. Ich denke wir alle kennen das von uns selbst. Wir stehen unter starker psychischer Anspannung, z.B. im Job, und merken, wie sich auch unsere Muskulatur anspannt. Der Schulter- und Nackenbereich wird fest, wir kriegen Kopfschmerzen, werden unkonzentriert und reagieren vielleicht gar aggressiv auf Situationen, die uns sonst kalt lassen.

Andere von uns bekommen unter Stress eventuell Herpes, Pickel, Neurodermitis. Und bei übermäßiger Aufregung oder Angst reagiert unser Verdauungssystem oft über.

 

Dieses sind nur einige Beispiele aus dem Bereich der psychosomatischen Symptome. Es gibt weitaus mehr als nur diese kleine Aufzählung. Und auch andersherum funktioniert Psychosomatik. Ein körperliches Leiden wirkt sich negativ auf unsere Psyche aus und so beginnt ein Teufelskreis, aus dem man schwer wieder herauskommt.

 

Was viele Jahre als „Einbildung“ abgetan wurde ist aber alles andere als das! Heute kann man die Zusammenhänge zwischen Psyche und Körper eindeutig wissenschaftlich nachweisen. Und das gilt nicht nur für uns Menschen, sondern für alle Säugetiere.

 

Es ist mir wichtig, nicht nur die Symptome zu behandeln, sondern auch dafür zu sorgen, dass sie nicht wieder auftreten. Um das erste Beispiel wieder aufzugreifen: Ich kann mit einer Massage dafür sorgen, dass die Schulter- und Nackenmuskulatur nicht mehr verspannt ist, dadurch die Kopfschmerzen verschwinden und die Stimmung besser ist. Aber wenn wir den Auslöser – hier Stress – vernachlässigen, dann wird das immer nur von kurzer Dauer sein. Daher wird die Psychosomatik auch stets Berücksichtigung bei unseren Terminen finden.

 

Eine gesunde Psyche bedingt einen gesunden Körper; ein gesunder Körper eine gesunde Psyche. Wenn wir hier zusammen eine Balance schaffen können, dann haben wir das bestmögliche für das Wohlbefinden unsere Tiere erreicht.